Aphthen

Aphten

Jeder kennt sie, jeder hasst sie: Aphthen sind kleine, in der Regel rundliche und sehr schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut. Zwar heilen sie normalerweise innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst wieder ab, allerdings leiden Betroffene in der Zwischenzeit unter teilweise erheblichen Schmerzen. Auch Kleinkinder oder Babys können betroffen sein.

Die Ursachen sind unklar: Weder Bakterien noch Viren konnten bisher schlüssig mit dem Auftreten von Aphthen in Zusammenhang gebracht werden.

Nachgewiesen wurde ein gewisser Zusammenhang mit bestimmten Nahrungsdefiziten (z. B. Eisen, Vitamin B12, Zink, Folsäure) bzw. der Zufuhr bestimmter Nahrungsmittel (Nüsse, Tomaten, Alkohol). Auch psychischer Stress scheint ein möglicher Auslöser zu sein, ebenso wie mechanische Verletzungen der Mundschleimhaut z. B. durch Zahnspangen oder Zahnprothesen. Immerhin: Länger als einige Tage bis zwei Wochen müssen Betroffene nicht unter Aphthen leiden, dann heilen sie von selbst wieder ab. Schmerzhaft ist der Weg dorthin aber in jedem Fall.

Was sind Aphthen?

Eine Aphthe (auch Aphte oder Afte geschrieben) ist ein plötzlich auftretendes, meist wenige Millimeter großes, schmerzhaftes und nicht ansteckendes Schleimhautgeschwür im Mund. Warum manche Menschen öfter daran leiden und andere dagegen nicht, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Tatsache ist: Die Erkrankung tritt in allen Altersgruppen auf, meist beginnend zwischen dem 20.-30. Lebensjahr. Viele Betroffene erkranken sogar mehrfach pro Jahr.

Man unterscheidet Minor-Aphthen (die häufigste Form), zu denen 80–90 % aller Aphthen gehören. Sie sind klein, mit einer nur oberflächlichen Schädigung der Mundschleimhaut, und heilen in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen vollständig und ohne Nachwirkungen ab.

Major-Aphthen sind größer (bis zu 3 cm Durchmesser), involvieren tiefere Schichten der Mundschleimhaut, brauchen deutlich länger zur Ausheilung (einige Wochen) und lassen dann oft Narben zurück.

Die seltenste Form von Aphthen sind die herpetiformen Aphthen. Hierbei tritt eine große Zahl von Aphthen gemeinsam über die gesamte Mundhöhle verteilt (oft aber am Zungenrand oder der Lippeninnenseite konzentriert) auf. Diese ähneln vom Aussehen her den Herpesbläschen an der Lippe, sind aber nicht auf Herpes-simplex-Viren zurückzuführen. Auch sie klingen in der Regel innerhalb von zwei Wochen bis zur Symptomfreiheit ab.

Aphthen sind eine der häufigsten Erkrankungen im Mundraum. Sie sind oft sehr schmerzhaft und bringen für die Betroffenen starke Beeinträchtigungen im Alltag mit sich; oft sind ein deutlich reduzierter Allgemeinzustand und Appetitlosigkeit die Folge. Vor allem Kinder verweigern aufgrund der Beschwerden häufig die Nahrungsaufnahme. Dem kann mit einer Behandlung, die die Symptome lindert und den Schmerz reduziert, effektiv entgegengewirkt werden.

Ursachen und Auslöser

Die genauen Ursachen von Aphthen sind nicht bekannt. Eine Beteiligung von Bakterien oder Viren konnte bisher nicht nachgewiesen werden.

Man vermutet, dass mehrere Einflussfaktoren zusammenkommen müssen, um Aphthen hervorzurufen. Sicher ist, dass eine genetische Disposition existiert, die das Auftreten von Aphthen begünstigt. Daneben scheint die Nahrungsaufnahme eine wichtige Rolle zu spielen. Bei Zöliakie-Patienten, die Gluten nicht vertragen, kann Gluten in der Nahrung ein auslösender Faktor für Aphthen sein, ebenso wie auch bei anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten die entsprechenden Nahrungsmittel Aphthen hervorrufen können (z. B. Nüsse, Tomaten, Käse, scharf gewürzte Speisen, Zitrusfrüchte, Alkohol). Andererseits können auch Nahrungsdefizite (Vitamin-B12-, Eisen-, Zink- oder Folsäuremangel), ein verminderter Säuregehalt des Magensafts oder Veränderungen des Hormonhaushalts auslösend wirken, ebenso ein geschwächtes Immunsystem oder psychische Belastungen.

Auch mechanische Reizungen der Mundschleimhaut durch Zahnprothesen, Zahnspangen oder den Biss auf die eigene Wange oder Lippe können Aphthen auslösen.

Frauen leider statistisch gesehen häufiger unter Aphthen als Männer; eine Verbindung zum weiblichen Zyklus, der Schwangerschaft oder der Menopause ist jedoch nicht nachgewiesen.

Symptome und Krankheitsverlauf

Eine Aphthe entsteht als entzündlicher Fleck im Mundraum, der anfänglich kribbelt und leicht brennt. Diese Symptome werden durch die geschädigte oberste Schleimhautschicht verursacht, über der sich als Zeichen der Aphthenentstehung ein weißlicher Belag bildet. Dieser Belag hebt sich im weiteren Verlauf ab, wodurch sich ein oft sehr schmerzhaftes, entzündetes Geschwür bildet. Meist verursachen schon leichte Reize wie Schlucken oder Trinken intensive Schmerzen.

Wie unangenehm eine Aphthe empfunden wird, hängt weniger von der Größe der Läsion als vielmehr von ihrer Position ab: An der Wangeninnenseite können Aphthen bei der Nahrungsaufnahme schmerzen, auf der Zunge hingegen behindern sie bereits das Sprechen.

Aphten - Symptome und Krankheitsverlauf

Therapie

Aphthen bilden sich nach ihrem Entstehen in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen von allein wieder vollständig zurück; sie können jedoch immer wieder neu ausbrechen. Ab vier bis fünf Erkrankungsschüben pro Jahr spricht man von einem chronischen Verlauf.

Wenn die Aphthen als Begleiterscheinung einer anderen Krankheit auftreten, steht selbstverständlich die Therapie der auslösenden Krankheit im Mittelpunkt. Eine ursächliche Behandlung von Aphthen mit dem Ergebnis einer vollständigen Heilung ist bis heute leider nicht möglich. Alle verfügbaren Behandlungsmaßnahmen zielen deshalb auf die Linderung der Beschwerden, auf eine beschleunigte Wiederherstellung der geschädigten Mundschleimhaut und auf die Verzögerung eines erneuten Ausbruchs der Aphthen ab.

Zur Linderungen der Schmerzen kann das InfectoGingi Mundgel angewendet werden. Es enthält mit Kamille, Salbei und Lidocain die ideale 3-fach-Kombination bei Wunden und Entzündungen im Mund. Es lindert schnell die Schmerzen, hemmt die Entzündung und unterstützt die Wundheilung.

Bei großflächigen Mundschleimhautentzündungen, einer Vielzahl an Aphthen oder schwer erreichbaren Wunden können Lösungen zum Gurgeln eingesetzt werden. Dabei kommt der gesamte Mundraum mit dem enthaltenen Wirkstoff in Kontakt. Kinder sollen jedoch erst dann gurgeln, wenn sie sicher in der Lage sind, die Lösung wieder auszuspucken, ohne sie zu verschlucken.

Bei schweren Verläufen der Erkrankung oder bei gleichzeitigem Auftreten von weiteren Symptomen sollten Sie den Rat eines Arztes einholen.

Aphthen vermeiden: Mundhygiene und Ernährung

Aphten vermeiden

Ein sauberer Mund ist das A und O in der Prävention: Eine gründliche Mundhygiene kann die Zeit bis zu einem erneuten Auftreten von Aphthen verlängern. Regelmäßiges Zähneputzen, kombiniert mit Mundwasser oder Spülungen, die Einhaltung der zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen und vor allem der Verzicht auf kleinere Snacks zwischen den Mahlzeiten verlängern bei vielen Patienten die aphthenfreie Zeit. Durch Verzicht auf sehr saure oder stark gewürzte Speisen kann dieser vorbeugende Effekt noch verstärkt werden.

Obwohl die genauen Ursachen für die Entstehung von Aphthen nicht bekannt sind, wird zusätzlich empfohlen, auf eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Vitamine und Spurenelemente sowie Bewegung an der frischen Luft und sportliche Aktivität zu achten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Aphthen sind nicht ansteckende Entzündungen im Mundraum, deren genaue
    Ursache nicht bekannt ist.
  • Aphthen bilden sich in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst
    zurück.
  • Bisher existiert keine Behandlung, die eine vollständige Heilung erreicht. Zur Verfügung stehende Behandlungsmöglichkeiten lindern die Symptome und erleichtern das Essen, Trinken, Sprechen und Schlucken.
  • Vereinzelte Aphthen können punktgenau mit InfectoGingi Mundgel behandelt werden. Es enthält besondere 3-fach-Kombination aus Kamille, Salbei und Lidocain und wirkt gleichzeitig wundheilungsfördernd, antibakteriell und schmerzlindernd.
  • Bei einer Vielzahl an Aphthen gewährleisten Mundspüllösungen, dass alle schmerzenden Bereiche im Mund desinfiziert werden.
  • Eine sorgfältige und regelmäßige Mundhygiene kann die aphthenfreie Zeit verlängern.

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