Mundfäule

Der Name „Mundfäule“ lässt diese Krankheit im ersten Moment schlimmer klingen, als sie wirklich ist. Der Grund für den Namen ist der unangenehme Mundgeruch, den die betroffenen Kinder oftmals entwickeln. Mundfäule wird medizinisch auch Stomatits aphthosa oder Gingivostomatitis herpetica genannt und heilt in der Regel innerhalb einer Woche von selbst wieder ab. Wenn ein Kind an Mundfäule erkrankt ist, so ist dies nicht auf eine mangelnde Mundhygiene zurückzuführen, sondern auf ein Virus: das Herpes-simplex-Virus.

Was ist Mundfäule?

Mundfäule tritt meistens bei Kleinkindern im Alter zwischen 10 Monaten und 3 Jahren auf; in seltenen Fällen erkranken auch ältere Kinder oder junge Erwachsene daran. Die Krankheit äußert sich durch schmerzhafte Rötungen und Bläschen im Mundraum.

Fast alle Kinder infizieren sich bis zum 5. Lebensjahr mit Herpesviren. Meistens bleibt die Erstinfektion mit dem Herpes-simplex-Virus unbemerkt und es kommt zu keinem Krankheitsausbruch. In seltenen Fällen kann die Erstinfektion jedoch zu sehr schmerzhaften Bläschen im Mundraum führen, der Mundfäule.

Die Ursache von Mundfäule

Mundfäule - Ursachen

Die Ursache für Mundfäule ist eine Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus. In den meisten Fällen wird die Erkrankung durch den Herpes-simplex-Virus Typ1 ausgelöst. Diese Virusart zählt zu den Humanen Herpesviren, genauso wie der Herpes-simplex-Virus Typ 2, das bei Erwachsenen meist für Genitalherpes (Herpes genitalis) verantwortlich ist. Im Kindesalter kann das Virus Typ 1 Mundfäule verursachen und im Erwachsenenalter als Lippenherpes (Herpes labialis) wiederkommen.

Symptome und Krankheitsverlauf

Nach der Ansteckung mit dem Herpes-simplex-Virus dauert es etwa 2–12 Tage und in Ausnahmefällen bis zu 6 Wochen, bis erste Krankheitszeichen der Gingivostomatitis herpetica auftreten. Betroffene Babys und Kinder leiden unter starken, schmerzhaften Rötungen der Mundschleimhaut mit vielen kleinen weißen Bläschen.

Meist haben die Kinder zusätzlich hohes Fieber und geschwollene Lymphknoten am Hals. Sie fühlen sich schlapp, sind oft unruhig und „quengelig“. Im Verlauf der Krankheit platzen die Bläschen im Mund auf und hinterlassen blutig rote Stellen. Der Speichelfluss ist ebenfalls oft verstärkt und es kann ein starker, säuerlicher Mundgeruch auftreten. Aus diesem Grund wird diese Viruserkrankung auch „Mundfäule“ genannt.

Die entzündeten Stellen und Bläschen im Mund verursachen meist so starke Schmerzen und Schluckbeschwerden, dass die Kinder Essen und Trinken verweigern. In der Regel heilt die Mundfäule innerhalb von etwa 7 Tagen selbstständig ab. Dann sind auch die Bläschen ausgetrocknet und abgeheilt, sodass das Kind nicht mehr ansteckend ist.

Mundfäule - Symptome und Krankheitsverlauf

Mundgeruch als Nebeneffekt

Wenn ein Kind an Mundfäule erkrankt ist, hat es oft auch unangenehmen Mundgeruch. Der Mundgeruch selbst ist kein schwerwiegendes Problem, allerdings wird er häufig mit mangelnder Hygiene gleichgesetzt und kann im schlimmsten Fall zu Ausgrenzung und Mobbing im sozialen Umfeld führen. Leider kann der mit der Mundfäule einhergehende Mundgeruch kaum effektiv behandelt werden. Bis die Mundfäule im konkreten Fall wieder abgeklungen ist, können bei größeren Kindern Lutschbonbons hilfreich sein.

Ansteckungsrisiko

Mundfäule - MundgeruchMundfäule ist im Gegensatz zu anderen Krankheiten der Mundhöhle (z. B. Aphthen) sehr ansteckend. Die Herpesviren können sich durch Tröpfchen- oder Schmierinfektionen verbreiten und andere Menschen infizieren. Meist geschieht dies durch engen körperlichen Kontakt zwischen dem Kind und seinen Eltern oder anderen Kindern. Aus diesem Grund sollten erkrankte Kinder nicht den Kindergarten gehen. Sobald die Bläschen im Mundraum eingetrocknet sind, was etwa nach einer Woche der Fall ist, ist das Kind nicht mehr ansteckend und kann die Kindertagesstätte wieder besuchen.

Gefährlich werden kann es, wenn sich Menschen mit einem geschwächten Immunsystem anstecken. Dazu zählen Neugeborene, Personen, die Medikamente einnehmen, welche das Immunsystem unterdrücken, oder Krebspatienten mit einer Chemotherapie. Bei ihnen kann eine Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus zu schweren Verlaufsformen führen und sogar innere Organe befallen. Außerdem besteht auch ein geringes Risiko, dass die Viren ins Auge gelangen und die Hornhaut schädigen können.

Wenn eine Schwangere Kontakt zu einem Kind mit Mundfäule hat, kann das Virus unter Umständen auf sie übertragen werden. Eine Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 kann bei Schwangeren zwar Lippenherpes hervorrufen, aber das Ungeborene kann sich dadurch nicht anstecken. Vorsicht ist allerdings bei Neugeborenen geboten – die Erreger können für sie bedrohlich sein, da sie zum Beispiel Schleimhäute und Augen befallen oder eine Hirnhautentzündung auslösen können.

Reaktivierung des Virus

Etwa 90 % aller Erwachsenen sind mit dem Herpesvirus infiziert, somit ist die Verbreitung des Virus sehr hoch. Eine Infektion mit dem Virus führt jedoch nicht immer zu einem Krankheitsausbruch; das Virus kann das gesamte Leben lang im Körper unbemerkt bleiben.

Die Symptome der Mundfäule verschwinden bei erkrankten Personen in der Regel nach etwa 7 Tagen, die Viren aber nicht. Diese ziehen sich im Körper zurück, „ruhen“ dort und können später erneut ausbrechen. Ursachen für eine Reaktivierung des Virus können beispielsweise Stress, ein geschwächtes Immunsystem oder Hormonschwankungen sein. Bei erneutem Ausbruch verursacht das Virus nicht mehr die Mundfäule wie bei der Erstinfektion, sondern meist Lippenherpes oder in seltenen Fällen auch Genitalherpes.

Behandlung der Mundfäule

In den meisten Fällen verläuft die Mundfäule harmlos und heilt innerhalb einer Woche selbstständig wieder ab. Die Ursache der Mundfäule, nämlich das Herpes-simplex-Virus, wird nur in sehr schweren Fällen direkt mit antiviralen Medikamenten behandelt. Häufig werden schmerzlindernde Mittel eingesetzt, um das Trinken und Essen zu erleichtern.

Gut geeignet hierfür ist z. B. das InfectoGingi Mundgel mit seiner bewährten 3-fach-Kombination von Wirkstoffen. Es enthält Kamillen– und Salbeiextrakt, die entzündungshemmend und antibakteriell wirken, sowie zusätzlich den schmerzstillenden Wirkstoff Lidocain. Das Mundgel ist ausgezeichnet verträglich und kann schon ab der Geburt angewendet werden. Es kann punktgenau auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden und wirkt wegen seiner guten Haftung auf der Schleimhaut über mehrere Stunden zuverlässig.

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Tipps bei Mundfäule

  1. Tipps bei MundfäuleWichtig ist, dass betroffene Kinder ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, damit der Körper nicht austrocknet. Da die Entzündungen und Bläschen im Mund Schmerzen verursachen, sollte am besten nur Wasser oder gekühlter Tee getrunken werden. Auf zucker- oder kohlensäurehaltige Getränke sollte verzichtet werden, um die entzündeten Stellen nicht zusätzlich zu reizen und nicht mit dem Zucker einen Nährboden für Bakterien zu bieten.
  2. Da bei Mundfäule auch das Essen sehr schmerzhaft sein kann, sollten betroffene Kinder weiche und nicht zu heiße Speisen zu sich nehmen. Salz und stark gewürzte Speisen können auf den entzündeten Stellen der Mundschleimhaut und des Zahnfleischs brennen und sollten deshalb vermieden werden. Gut geeignet sind beispielsweise Nudeln oder Kartoffelbrei.
  3. Speiseeis hat sich gerade bei Kindern bewährt: Eis wird gerne gegessen und hat gleichzeitig einen kühlenden Effekt, der den Schmerz im Mund lindert. Hierbei sollten zuckerarme oder zuckerfreie Eissorten bevorzugt werden, die auch einfach selbst hergestellt werden können.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Mundfäule, auch aphthöse Stomatitis genannt, ist eine Entzündung der Mundschleimhaut, die durch die Erstinfektion mit dem Herpes-simplex-Virus verursacht wird. Die Symptome sind hohes Fieber und eine gerötete Mundschleimhaut mit schmerzhaften Bläschen.
  • Ca. 90 % der Bevölkerung trägt das Herpes-simplex-Virus in sich. Der Virus kann im Laufe des Lebens erneut ausbrechen und dann z. B. Lippenherpes verursachen.
  • Bei der Behandlung der Mundfäule werden in der Regel die Beschwerden und nicht die Ursache selbst therapiert. Neben Tipps wie ausreichender Flüssigkeitszufuhr und dem Verzehr weicher, kalter Speisen kann das InfectoGingi Mundgel helfen, die Schmerzen zu lindern. InfectoGingi enthält eine ideale Kombination von Wirkstoffen, um die unangenehmen Beschwerden der Mundfäule zu bekämpfen.